reflections

Mein Leben

Hallo ihr Lieben,

DIES IST EINE KLEINE EINFÜHRUNG IN MEIN LEBEN.

Kapitel 1: meine Kindheit

Ich war mal ein unglaublich fröhliches kleines Mädchen. Meine Mutter und mein Vater leben nicht zusammen (ich kenne es aber auch nicht anders und könnte es mir nie anders vorstellen) und als ich ungefähr 4 Jahre alt war hatte meine Mutter dann auch einen anderen Mann an ihrer Seite, den ich aber als "Zweitpapa" sehr lieb hatte. Als ich 5 Jahre alt war kam dann eine meiner Schwestern auf die Welt. Kurz darauf wurde Mama mit meiner zweiten kleinen Schwester schwanger. Ungeföhr zu der Zeit, ich muss so 6-7 Jahre alt gewesen sein, offenbarte sich die pädophile Neigung meines Ziehpapas. Er kam eines Nachts zu mir und berührte mich an Stellen, an der man jemanden nicht einfach anfasst. Er dachte jedoch ich würde schlafen und als er merkte, dass dem nicht so war, schlich er sich wieder aus dem Zimmer. Ich konnte das damals gar nicht verstehen, aber empfand das nicht weiter als schlimm. Da mir aber bewusst war, dass das etwas war, dass offensichtlich nicht "normal" und "richtig" war, erzählte ich Mama davon, die irgendwann auch auf seinem Computer Videos fand mit vielleicht 12,13 jährigen Kindern, die sich in sexueller Hinsicht präsentierten. Mama tut mir nach wie vor so leid. Als ich 9 Jahre alt war, trennte sie sich auch endgültig von ihm. Auch wenn sie sich seiner Neigung bewusst war und er sie auch während ihrer Beziehung mit einer jüngeren Frau betrog (das erfuhr sie gegen Ende der Beziehung), die er dann später auch heiratete, war es nicht leicht für sie, die Beziehung tatsächlich und endgültig auf Eis zu legen. Sie hatte ihn schließlich sehr geliebt und Kinder verbinden ja auch.. und welche Frau ist gerne mit so kleinen Kindern auf sich allein gestellt. Auch wenn man dazu sagen muss, dass er ihr während der Beziehung auch keine große Hilfe war. In dem Jahr, als sie sich trennten, starb auch meine Tante. Sie war immer wie eine zweite Mama für mich. Eine wundervolle Frau, sehr gutherzig. Im selben Jahr kam ich dann aufs Gymnasium. Anfangs kam ich dort ganz gut zurecht, doch zu Hause war ständig Stress und Mama war psychisch oft am Ende, was mich sehr belastete. Wenn jemand in keinem harmonischen Umfeld lebt, merkt man das. Ich war entweder sehr verträumt und zog mich in meine eigene kleine Welt zurück, oder versuchte mich besonders auffällig zu integrieren, was mir jedoch nicht wirklich gelang. Als sich dann die anderen Mädchen zunehmend mit Mode und so nem Kram zu beschäftigen anfingen, hatte ich andere Dinge im Kopf. So kam es, dass ich zunehmend ausgeschlossen wurde und teilweise sogar gemobbt wurde. In der Schule hatte ich auch kaum Freunde.                          Was mir in dieser Zeit Halt gab, war meine Verwandtschaft väterlicherseits, zu denen ich ab und zu fuhr und bei denen ich einen geregelten Tagesablauf und Harmonie erfuhr. Mein Vater hat zwar auch psychische Probleme, er ist manisch depressiv (was sich erst jetzt phasenweise auch für mich spürbar drastisch intensivierte, mit Phasen der Schizophrenie) und war deswegen auch immer mal wieder in der Klinik und ist Frührentner, aber immer wenn ich da war, hatten wir  eine Menge Spaß zusammen. Des weiteren meine paar Freunde, die ich hatte. Besonders meine seit ca. 8 jahren allerbeste Freundin, die mich auch dem Glauben näherbrachte. Ich bin so froh, dass ich sie habe. Und zu guter Letzt meine Liebe zum Schreiben und Singen. Ich denke es hilft ungemein, besonders wenn es einem wirklich "dreckig" geht, etwas zu finden, das einem wirklich Spaß macht und währenddessen man mal nicht über seine Probleme nachdenkt. Ich hatte Glück, dass ich in der Schule weitesgehend so "durchgerutscht" bin, da ich nicht in der Lage war, mich in meinem chaotischen zu Hause einfach hinzusetzen und in Ruhe meine Hausaufgaben zu machen und zu lernen. Na ja ich überspringe jetzt einfach mal noch ein paar Einzelheiten, sonst würde der Text zu lang werden. Wie dem auch sei, als ich dann 15 war trat ER in mein Leben. Diesen Zeitpunkt würde ich als Anfang eines neuen Lebensabschnitts bezeichnen. Als einen Wendepunkt, als na ja. Ihr werdet es erfahren.

Eure Viki

Ich freue mich, wenn ihr mir mitteilt, ob ihr mehr lesen wollt. Es fällt mir einerseits schwer, so viele "intime" Dinge, über die ich so nie gesprochen hab, meines Lebens preiszugeben. Anderseits ist es auch irgendwie erleichternd, sich gewisse Dinge von der Seele zu reden und ich bewahre ja noch ein Stück Anonymität und vielleicht kann ich ja auch einigen von euch da draußen das Gefühl geben, mit bestimmten Dingen nicht allein zu sein. Ich will hier auch nochmal eines betonen: Ich halte das Leben für lebenswert. Man sollte es nie aufgeben. Gott hat dir das Leben geschenkt und er gibt dir Kraft, wenn du ihn darum bittest. Und es lohnt sich immer, zu kämpfen.

12.1.14 17:12

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